Kinder benötigen mit dem bevorstehenden ersten September die Rückkehr zu einem regelmäßigen Schlafrhythmus. Die Sommerferien verändern normalerweise die Schlaf- und Wachzeiten der Kinder; viele von ihnen schlafen nachts später ein und bleiben morgens bis in die späten Stunden im Bett. Diese Situation kann mit dem Schulbeginn und der Notwendigkeit, früh aufzustehen, zu Müdigkeit und Antriebslosigkeit bei den Kindern führen.
Bedeutung ausreichenden Schlafs für Kinder
Schlaf ist für Kinder nicht nur eine Gelegenheit zur Erholung. Der Körper und das Gehirn des Kindes benötigen in der Wachstumsphase ausreichend Ruhe, und die Schlafqualität kann sich auf die Energie, die Stimmung und die tägliche Leistungsfähigkeit auswirken. Ein Kind, das ausreichend schläft, wacht normalerweise morgens leichter auf und ist besser auf den Schulbesuch und die täglichen Aktivitäten vorbereitet. Im Gegensatz dazu kann Schlafmangel mit Müdigkeit, Reizbarkeit und Konzentrationsschwäche einhergehen. Daher kann die Regulierung des Schlafs als ein Teil der Vorbereitung des Kindes auf das neue Schuljahr betrachtet werden.
Angemessene Schlafdauer für Kinder und Jugendliche
Der Schlafbedarf ändert sich mit dem Alter des Kindes. Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren benötigen normalerweise 9 bis 12 Stunden Schlaf pro Tag. Für Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren liegt dieser Bedarf bei etwa 8 bis 10 Stunden. Daher kann für alle Kinder keine feste Schlafzeit als angemessen festgelegt werden. Die Schlafenszeit sollte unter Berücksichtigung des Alters des Kindes und der Uhrzeit, zu der es morgens aufstehen muss, festgelegt werden. Wenn beispielsweise ein Schüler um 7 Uhr morgens aufstehen muss, sollte die Zeit, zu der er ins Bett geht, so gewählt werden, dass genügend Zeit für den Nachtschlaf bleibt.
Ein häufiger Fehler ist, dass Eltern bis zur letzten Nacht der Ferien warten und dann versuchen, das Kind einige Stunden früher ins Bett zu bringen. Diese plötzliche Änderung kann das Gegenteil bewirken. Wenn das Kind im Sommer um 12 Uhr nachts schläft und nun um etwa 21:30 Uhr schlafen soll, ist es besser, den Abstand zwischen diesen beiden Zeiten schrittweise zu verringern. Das Vorziehen der Schlafenszeit um 15 bis 30 Minuten jede Nacht kann eine einfachere Methode sein, um den Körper des Kindes wieder an den neuen Rhythmus zu gewöhnen.
10 Strategien zur Regulierung des Schlafs
- Schlafenszeit schrittweise vorverlegen: Ändern Sie die Schlafenszeit schrittweise.
- Halten Sie die Aufwachzeit morgens konstant: Die Aufwachzeit sollte schrittweise dem Schulzeitplan angenähert werden.
- Beginnen Sie den Morgen mit Tageslicht: Natürliches Morgenlicht hilft, die biologische Uhr des Körpers zu regulieren.
- Haben Sie eine feste Routine für die Nächte: Ein wiederkehrendes Programm vor dem Schlafengehen hilft dem Kind.
- Schalten Sie Bildschirme vor dem Schlafen aus: Begrenzen Sie die Nutzung elektronischer Geräte.
- Gestalten Sie den Raum für den Schlaf geeignet: Das Schlafzimmer des Kindes sollte ruhig und dunkel sein.
- Halten Sie das Kind tagsüber aktiv: Spielen und körperliche Aktivität fördern einen besseren Nachtschlaf.
- Erlauben Sie keine langen Nachmittagsnickerchen: Langes Schlafen am Nachmittag kann den Nachtschlaf stören.
- Gestalten Sie die Abendmahlzeiten leichter und regelmäßiger: Das Abendessen sollte mit einem angemessenen Abstand zur Schlafenszeit eingenommen werden.
- Verwandeln Sie den Schlaf nicht in ein Drohmittel: Schlaf sollte als ein natürlicher Teil des täglichen Programms eingeführt werden.
Wenn das Kind ins Bett geht, aber nicht einschlafen kann, sollte zunächst sein Tagesprogramm überprüft werden. Die Nutzung des Handys oder das Spielen vor dem Schlafengehen, lange Nachmittagsnickerchen, Bewegungsmangel oder sogar Aufregung und Sorgen über den ersten Schultag können Einflussfaktoren sein.




