Bahman Bazargani untersucht in seinem neuen Buch mit dem Titel „Soziale Paradigmen, eine Studie über den Bruch der Rationalität und Anziehung“ den Einfluss des Buches „Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ von Thomas Kuhn. Bazargani bietet in diesem Werk eine tiefere Analyse der sozialen Paradigmen und ihrer Veränderungen und präsentiert das Konzept der „unterschiedlichen Rationalität“, um soziale und politische Phänomene zu erklären.
Transformation der Gedanken durch Kuhns Einfluss
Thomas Kuhn, der kein Interesse an politischen Fragen hatte, bringt in seinem Buch „Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ (1964) neue Ideen über den Fortschritt der Wissenschaft zur Sprache. Er kritisiert die anfänglichen Annahmen in der Wissenschaft, führt das Konzept des „Paradigmas“ ein und beschreibt wissenschaftliche Veränderungen nicht als schrittweise, sondern als revolutionäre Brüche. Bazargani untersucht, wie diese Ideen die sozialen und politischen Einstellungen beeinflussen.
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Unterschiedliche Rationalität und soziale Veränderungen
Bazargani weist darauf hin, dass das wissenschaftliche Paradigma nur ein Teil des sozialen Paradigmas ist und dass dieses soziale Paradigma alle Aspekte des Lebens der Menschen durchdringt. Er behauptet, dass Menschen in Zeiten des Paradigmenwechsels auf soziale und politische Fragen anders reagieren. Mit anderen Worten, neue Anziehungskräfte führen zu Veränderungen in den rationalen und sozialen Maßstäben, und diese Veränderungen haben das Potenzial, das Denken zukünftiger Generationen zu beeinflussen.
Er geht auch auf Beispiele aus der zeitgenössischen Geschichte Irans ein und stellt die Frage, warum sich die Überzeugungen der Iraner im Laufe der Zeit verändert haben und warum Menschen von ihren früheren Paradigmen überrascht sind. Laut Bazargani sind diese Brüche und Veränderungen nicht nur auf individueller, sondern auch auf sozialer Ebene sichtbar.
Bazargani verweist auf ein Zitat aus „Krieg und Frieden“ von Tolstoi und hebt die Bedeutung von Ästhetik und Heldenverehrung bei Paradigmenwechseln hervor. Er sagt, dass Veränderungen im Zentrum der Ästhetik tiefgreifende Auswirkungen auf die Rationalität und das soziale Verhalten der Menschen haben können. Mit anderen Worten, die Transformation in sozialen Paradigmen kann zu grundlegenden Veränderungen in der Denk- und Handlungsweise der Menschen führen.
Schließlich kommt Bazargani zu dem Schluss, dass diese paradigmatischen Veränderungen nicht nur auf individueller, sondern auch auf sozialer und historischer Ebene sichtbar sind und uns dazu anregen, über grundlegende Veränderungen in der Gesellschaft und unser Verständnis davon nachzudenken.
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