Benjamin Noyes analysiert die kulturelle Bedeutung des Todes in dem Buch „Kultur des Todes“
Kultur und Reisen

Benjamin Noyes analysiert die kulturelle Bedeutung des Todes in dem Buch „Kultur des Todes“

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Benjamin Noyes hat in dem Buch „Kultur des Todes“ analysiert, wie die moderne westliche Kultur mit dem Tod umgeht und betont, dass der Tod in der gegenwärtigen Zeit nicht mehr nur eine persönliche Erfahrung ist; vielmehr hat er sich zu einem politischen und sozialen Phänomen entwickelt.

Veränderung im Verständnis des Todes

Noyes beantwortet in diesem Werk, das kürzlich von Mohsen Fakhri im Verlag Now veröffentlicht wurde, die Fragen, ob wir in eine neue Zeit des Todes eingetreten sind und ob der moderne Tod eine spezifische Form hat. Er ist der Überzeugung, dass wir, um diese Veränderungen zu verstehen, die Natur des Todes untersuchen müssen. Er weist auch darauf hin, dass der akademische Ansatz zum Tod sich mehr auf die Forschung zu „Darstellungsformen des Todes“ konzentriert hat und die kulturellen und historischen Aspekte dieses Phänomens behandelt.

Tod und Politik

Noyes untersucht auch die Veränderung im zeitlichen Verständnis des Todes in der modernen Welt und betont, dass der Tod nicht mehr nur ein Übergangsmoment ist, sondern zu einem unklaren und verwalteten Zustand geworden ist. Er analysiert die Orte, an denen der Tod stattfindet, einschließlich Krankenhäusern, Lagern und Schlachtfeldern, und widmet sich insbesondere den Lagern als einem Raum, in dem der Tod zu einem völlig organisierten und namenlosen Ereignis geworden ist.

Noyes untersucht auch die Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen Demokratie und Totalitarismus und betrachtet das Phänomen des Flüchtlings als jemanden, der von politischer Unterstützung ausgeschlossen ist und dem Tod ausgesetzt ist. Seiner Meinung nach ist der Tod in der modernen Welt zu einem politischen und strukturellen Phänomen geworden, das Aufmerksamkeit und Neubewertung erfordert.

Moderne Kultur und Tod

Noyes weist in der Einleitung des Buches darauf hin, dass die westliche Kultur immer mit einer Art Obsession für den Tod konfrontiert war, aber in der modernen Zeit ist der Tod zu einem „anonymen“ und „massiven“ Phänomen geworden. Er weist darauf hin, dass das 20. Jahrhundert durch die „Massenproduktion von Leichnamen“ durch Kriege und technologische Fortschritte am menschlichen Körper geprägt war, und das neue Jahrtausend hat mit globalem Terrorismus und der Aussetzung der Menschenrechte begonnen.

Schließlich untersucht „Kultur des Todes“ die Notwendigkeit einer Neubewertung der Bedeutung des Todes in der modernen Kultur und beantwortet die Frage, wer über den Wert des Lebens entscheidet und bis zu welchem Punkt Politik und Technologie über den menschlichen Körper herrschen können.

Quelle: sharghdaily.com