In den Tagen nach den Ereignissen vom 11. September beschäftigte sich Noam Chomsky, der prominente amerikanische Theoretiker und Kritiker, mit den verschiedenen Dimensionen dieser globalen Krise. In einer Reihe von Gesprächen versuchte er, die öffentliche Meinung über die erschreckenden Folgen der ungebändigten Macht Amerikas zu sensibilisieren. Diese Gespräche wurden im November 2001, weniger als zwei Monate nach den Anschlägen, in Form eines Buches mit dem Titel „11. September“ veröffentlicht.
Tiefgreifende Analyse und scharfe Kritik
Chomsky kritisiert in diesen Gesprächen die Außenpolitik der USA und deren Auswirkungen auf verschiedene Länder und Menschen. Er macht deutlich, dass die terroristischen Anschläge einen Vorwand für die Ausweitung der militärischen Macht und des Einflusses Amerikas in verschiedenen Regionen der Welt geliefert haben. Tatsächlich bedrohten diese Anschläge nicht nur die innere Sicherheit der USA, sondern führten auch zu neuen Kriegen und weitreichenden Unruhen im Nahen Osten.
Globale Folgen und die Rolle der Medien
Der renommierte Theoretiker verweist auch auf die Rolle der Medien bei der Meinungsbildung und der Berichterstattung. Chomsky ist der Meinung, dass die Medien oft den politischen und wirtschaftlichen Interessen dienen und anstelle von Fakten Narrative produzieren, die den herrschenden Mächten zugutekommen. Er glaubt, dass dieser Ansatz nicht nur die Wahrheit verzerrt, sondern auch zu einem Anstieg von Spannungen und Unruhen auf globaler Ebene führt.
Chomsky warnt unter Berufung auf die Geschichte, dass der Einsatz militärischer Macht und aggressiver Politiken der USA nicht nur keine positiven Ergebnisse bringen wird, sondern auch zu einem Anstieg von Spannungen und neuen Krisen führen wird. Er ist der Überzeugung, dass die einzige logische Lösung zur Bekämpfung von Terrorismus und globalen Krisen Diplomatie und Dialog ist.




