Jake Sullivan: Amerika ist im Krieg mit Iran gefangen
Analyse

Jake Sullivan: Amerika ist im Krieg mit Iran gefangen

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Jake Sullivan, ehemaliger nationaler Sicherheitsberater der USA, hat die Situation Washingtons im Krieg mit Iran als kritisch beschrieben und auf das Fehlen geeigneter Ausstiegsmöglichkeiten hingewiesen. Der Krieg, der für Amerika kurz und begrenzt sein sollte, hat sich zu einer Krise und strategischen Sackgasse entwickelt.

Komplexitäten des Krieges und instabile Ziele

Sullivan betonte in einem Gespräch mit Bloomberg, dass Amerika in diesem Krieg gefangen sei und die vorhandenen Optionen für ein Ende unbefriedigend erscheinen. Er wies darauf hin, dass Donald Trump möglicherweise letztendlich gezwungen sein könnte, einem schlechten Abkommen mit Iran zuzustimmen. Diese Äußerungen deuten darauf hin, dass jeder Weg, der Washington offensteht, erhebliche Kosten und Risiken birgt.

Zu Beginn des Krieges sprach Trump von einem kurzen Konflikt und erwartete, dass die militärischen Operationen in kurzer Zeit zu Ergebnissen führen würden. Doch sechs Monate später kam der Rat für auswärtige Beziehungen der USA zu dem Schluss, dass die militärischen Operationen den erwarteten schnellen Sieg nicht erreichen konnten und die iranische Regierung nicht nur nicht zusammengebrochen, sondern auch nicht kapituliert hat.

Militärische und wirtschaftliche Herausforderungen für die USA

Die aktuelle Situation des Krieges zeigt, dass Amerika mit größeren militärischen und wirtschaftlichen Problemen konfrontiert ist. Ein langwieriger Krieg bedeutet einen kontinuierlichen Verbrauch von Rüstungsreserven und erhöhten Druck auf die Verteidigungsfähigkeit der USA. Außerdem ist der Krieg für Washington nicht mehr nur eine Frage des Angriffs auf Ziele innerhalb Irans, sondern hat sich zu einem Test für die Fähigkeit der USA entwickelt, einen langen Krieg an mehreren Fronten zu führen.

Der militärische Druck konnte die politische Gleichung nicht zugunsten der USA verändern. Washington bewegt sich nun in Richtung eines höheren wirtschaftlichen Drucks, aber auch diese Option hat ihre Kosten. China kauft einen Großteil des iranischen Öls, und der maximale wirtschaftliche Druck gegen Iran könnte die USA in eine ernstere wirtschaftliche Konfrontation mit Peking führen.

Tatsächlich ist das Problem der USA nicht nur, dass sie Iran nicht dazu bringen konnte, ihren Forderungen nachzukommen, sondern auch, dass alternative Optionen nicht leicht umsetzbar sind. Der Fortbestand des Krieges bedeutet höhere militärische und wirtschaftliche Kosten, und eine Eskalation könnte das Risiko einer Ausweitung des Konflikts und Angriffe auf US-Stützpunkte in der Region erhöhen.

Verpflichtungen und regionales Vertrauen

Der Rat für auswärtige Beziehungen der USA hat in seiner sechsmonatigen Bewertung des Krieges geschrieben, dass die Länder der Region das Risiko eines Rückgangs des Einflusses der USA abdecken und Zweifel an der zukünftigen Verpflichtung Washingtons zur Sicherheit im Nahen Osten entstanden sind. Das bedeutet, dass der Krieg nicht nur die Beziehung zwischen den USA und Iran verändert hat, sondern auch das Vertrauen einiger regionaler Akteure in die Fähigkeit und den Willen der USA, die Sicherheitsordnung in der Region zu verwalten, beeinflusst hat.

Schließlich zeigt die aktuelle Situation, dass Amerika im Krieg mit Iran mit ernsthaften Problemen und unerwünschten Optionen konfrontiert ist. Diese Sackgasse verdeutlicht, dass militärische Macht allein nicht garantieren kann, dass Washington die Zeit und die Bedingungen für das Ende des Krieges und dessen politische Ergebnisse bestimmen kann.

Quelle: mehrnews.com