Sasan Bagherpanah analysiert die wirtschaftliche Situation im Iran und verweist auf die wirtschaftlichen Gefahren, die aus der Unsicherheit resultieren. Er erklärt, dass die Wirtschaft nicht nur auf aktuelle Ereignisse reagiert, sondern dass das wirtschaftliche Verhalten stark von Erwartungen und Annahmen über die Zukunft beeinflusst wird.
Die Auswirkungen der Krise auf wirtschaftliche Entscheidungen
Bagherpanah erklärt, dass die Wirtschaft vor dem Eintreten großer Krisen möglicherweise einen erheblichen Teil der Kosten tragen muss. Dies führt dazu, dass Investitionen verzögert werden, Einstellungen gestoppt werden und Unternehmen anstelle von Entwicklung den Fokus auf das Überleben legen. In diesem Sinne gerät die Situation in eine Art „apokalyptische Wirtschaft“. Er erläutert, dass in diesen Bedingungen wirtschaftliche Entscheidungen eher auf der Grundlage der schlimmsten möglichen Szenarien getroffen werden.
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Unsicherheit und kollektives Verhalten
Bagherpanah weist auf den Unterschied zwischen „Risiko“ und „Unsicherheit“ hin und betont, dass in Zeiten der Unsicherheit selbst die Wahrscheinlichkeit des Eintretens verschiedener Szenarien nicht genau berechnet werden kann. Dies führt dazu, dass Investoren und Unternehmen aufgrund des erhöhten Risikos vorsichtigere Entscheidungen treffen. Er merkt an, dass individuelles rationales Verhalten in kollektives Verhalten umschlagen kann, was dazu führt, dass die Wirtschaft in eine Art „Koordinationsversagen“ gerät.
Haushalte sind ebenfalls von diesen Bedingungen betroffen. Bagherpanah verweist auf die Theorie des „vorsorglichen Sparens“ und erklärt, dass Haushalte ihren Konsum reduzieren, wenn die zukünftigen Einkünfte unsicher werden. Dieses Verhalten ist zwar für einen Haushalt logisch, aber wenn Millionen von Haushalten gleichzeitig ihren Konsum reduzieren, sinken die Verkäufe der Unternehmen, und die anfänglichen Sorgen über Einkommen und Beschäftigung verstärken sich.
Schließlich betont Bagherpanah, dass diese Situation dauerhafte Auswirkungen auf die Wirtschaft haben kann. Ein Projekt, das heute nicht umgesetzt wird, könnte auch im nächsten Jahr dasselbe Schicksal erleiden, während die nicht beschäftigte Arbeitskraft keine notwendigen Fähigkeiten erwirbt.
Die Lösung für diese Situation besteht nicht darin, das Risiko zu leugnen. Bagherpanah betont, dass professionelles Management verschiedene Szenarien berücksichtigen, Liquiditätsreserven aufbauen und für Krisen planen sollte. Er empfiehlt den politischen Entscheidungsträgern, neben der Verwaltung von Inflation und Liquidität auch nach der Reduzierung von „vermeidbaren Unsicherheiten“ zu streben.
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