Yaqoob Azadehdel, Radfahrer und Stadtforscher, hat erklärt, dass obwohl die Bewegung "Ruhige Stadt" als Reaktion auf die Kultur des Fast Food und der Schnellgerichte entstand, die Geschwindigkeit der Bewegung die Städte heute mehr in Richtung Hektik und Unruhe treibt als McDonald's und andere Fast-Food-Angebote.
Die Auswirkungen von Autos auf das städtische Leben
Der Eintritt von Autos und die Verbreitung motorisierter Verkehrsmittel haben nicht nur die Art und Weise, wie Bürger sich fortbewegen, verändert, sondern auch unsere Vorstellung von "guter Stadt" und "besserem Leben" transformiert. Die Geschwindigkeit der Bewegung versprach zunächst eine einfache und verlockende Lösung: die Reisezeit zu verkürzen und die Zeit der Bürger zu sparen. Doch diese Vorstellung wurde allmählich zu einem der Prinzipien der Stadtgestaltung.
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Mit der Zunahme von Autos und dem technologischen Fortschritt wurden auch die Straßen und Autobahnen der Städte für schnellere Bewegungen gestaltet. Die Verbreiterung der Straßen, der Bau von Stadtautobahnen und die Entwicklung von Durchgangsnetzwerken dienten alle dem Aufruf zur Geschwindigkeit und Hektik in der Stadt. Doch diese Geschwindigkeit führte nicht zwangsläufig zu einer Verkürzung der Reisezeit und forderte in vielen Fällen die Bürger auf, längere Strecken zurückzulegen.
Der Rhythmus des städtischen Lebens und die Geschwindigkeit
Mit dem Eintritt von Autos beschleunigten sich nicht nur die Bewegungen, sondern auch andere Lebensbereiche wurden allmählich zur Beschleunigung eingeladen: schnelles Essen, schneller Konsum und sofortige Kommunikation. Diese Geschwindigkeitssteigerung im städtischen Leben hat sich zu einer absoluten Wertigkeit in der Stadtgestaltung entwickelt. Einige Städte haben allmählich dieses Paradox erkannt und anstelle des Baus weiterer Autobahnen die Beruhigung der Bewegungen auf die Agenda gesetzt.
Diese Städte haben mit kurzen städtischen Reisen begonnen und sich darauf konzentriert, das Gehen wieder in den Alltag zu integrieren und das Radfahren sowie andere nicht-motorisierte Fortbewegungsarten zu fördern. Diese Maßnahmen erscheinen auf den ersten Blick zwar als eine Verlangsamung, doch das Ziel ist es, die Stadt wieder auf menschliche Maßstäbe zu bringen und die Möglichkeit zu schaffen, innezuhalten, zu verweilen und im urbanen Raum zu leben.
Gewiss, um ein ruhigeres Leben zu führen, muss man weniger hetzen, und vielleicht bezieht sich "Ruhige Stadt" nicht nur auf das langsame Essen, sondern auch auf das ruhige Leben. Wenn die unruhigen Städte von heute das Produkt jahrelanger Verehrung der Geschwindigkeit sind, müssen wir dort anfangen, wo die Hektik ins städtische Leben Einzug hielt: bei der Geschwindigkeit der Bewegung.
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