Ahmad al-Shara, Präsident der Übergangsregierung von Damaskus, erklärte in seiner letzten Sitzung beim "Arab Media Association" in den Vereinigten Arabischen Emiraten, dass Syrien nach der Aufhebung der Sanktionen gewissermaßen neu geboren wurde. Er dankte Recep Tayyip Erdoğan, dem Präsidenten der Türkei, und Mohammed bin Salman, dem Kronprinzen von Saudi-Arabien, für ihre Bemühungen zur Unterstützung Syriens, was seine Vorstellungen über die Zukunft Syriens und dessen Beziehungen zu den Nachbarn widerspiegelt.
Proteste und steigende Kraftstoffpreise
In den letzten Tagen hat Syrien mit Protesten aufgrund steigender Kraftstoffpreise zu kämpfen. Die neue Welle dieser Proteste begann am 13. September, und in einem Video, das in sozialen Medien veröffentlicht wurde, rief ein syrischer Bürger: "Wir wollen keine Kreisverkehre oder neuen Einkaufszentren, wir wollen einfach leben."
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Das Komitee zur Preisgestaltung von Ölprodukten in Syrien hat bekannt gegeben, dass die Preise für Kraftstoff und Gas im Durchschnitt um etwa 22 Prozent gestiegen sind. Die Preise für Benzin, das von Haushalten und der Industrie verwendet wird, sind um etwa 9 Prozent und die Preise für Diesel um 40 Prozent gestiegen. Der Preis für einen Liter Benzin mit 95 Oktan ist auf 195 syrische Pfund und für Diesel auf 175 Pfund gestiegen. Diese Preiserhöhungen haben zu Protesten und Straßensperrungen in sieben Provinzen, darunter Aleppo, Hama und Idlib, geführt.
Wirtschaftliche und soziale Herausforderungen
Trotz der Versprechen der Regierung bezüglich des Wiederaufbaus und der Anwerbung ausländischer Investitionen sind viele Syrer mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage unzufrieden. Die inländische Ölproduktion Syriens, die erheblich gestiegen ist, liegt weiterhin hinter dem täglichen Bedarf von 120.000 bis 150.000 Barrel zurück. Der Internationale Währungsfonds hat prognostiziert, dass die syrische Wirtschaft im Jahr 2026 ein zweistelliges Wachstum verzeichnen könnte, jedoch bleiben Armut und Inflation ernsthafte Probleme des Landes.
Wirtschaftskrisen stellen nur einen kleinen Teil der Probleme Syriens dar. Die psychologischen Schäden durch Konflikte und Gewalt, Wasserknappheit und Nahrungsmittelkrisen sind weitere Herausforderungen, mit denen die Regierung von al-Shara konfrontiert ist. Das durchschnittliche Gehalt der Angestellten deckt nur 28 bis 38 Prozent der Lebenshaltungskosten einer fünfköpfigen Familie ab, was die öffentliche Unzufriedenheit verstärkt hat.
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