Das Problem von Geist und Körper; Untersuchung des Dualismus und Materialismus in der Philosophie
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Das Problem von Geist und Körper; Untersuchung des Dualismus und Materialismus in der Philosophie

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Das Problem von Geist und Körper beschäftigt Philosophen seit Jahrhunderten mit einer grundlegenden Frage: Ist der Geist etwas, das vom Körper getrennt ist, oder ist er lediglich ein physisches Phänomen? Der Dualismus glaubt, dass der Geist eine immaterielle Natur hat, während der Materialismus der Ansicht ist, dass Geist und Körper letztendlich von derselben Art sind und auch die mentalen Prozesse eine physische Natur haben.

Substanzdualismus und Descartes

Obwohl es Argumente zur Verteidigung des Dualismus seit mindestens der Zeit der antiken griechischen Philosophen gibt, wird die moderne Form dieser Sichtweise normalerweise René Descartes zugeschrieben. Descartes glaubte, dass der Geist aus etwas besteht, das sich von der physischen Materie des Körpers unterscheidet. Daher hat der Geist eine geistige Substanz und der Körper eine materielle Substanz. Diese Sichtweise wird normalerweise als Substanzdualismus oder kartesianischer Dualismus bezeichnet.

Eine der wichtigen Sichtweisen im Substanzdualismus ist der Interaktionismus. Nach dieser Theorie können Geist und Körper kausal aufeinander einwirken. Zum Beispiel kann eine Erhöhung der Herzfrequenz einen Zustand der Angst hervorrufen, und umgekehrt kann Angst auch die Herzfrequenz erhöhen. Aber der Interaktionismus steht vor einem grundlegenden Problem: Wenn der Geist immateriell ist, wie kann er dann auf den materiellen Körper einwirken?

Eigenschaftsdualismus und die Theorie der Nebenphänomene

Die Theorie der „Nebenphänomene“ besagt, dass der Körper den Geist beeinflussen kann, der Geist jedoch nicht auf den Körper einwirken kann. Diese Theorie versucht, mit den Gesetzen der Physik in Einklang zu bleiben; denn nach ihr kann ein immaterielles Ding nicht direkt auf ein materielles Ding einwirken. Zum Beispiel kann laut dieser Sichtweise eine Erhöhung der Herzfrequenz einen mentalen Zustand der Angst hervorrufen, aber der Zustand der Angst selbst kann nicht die Herzfrequenz erhöhen.

Die Theorie der Nebenphänomene ist eine Form des Eigenschaftsdualismus. Diese Sichtweise besagt, dass Geist und Körper unterschiedliche Eigenschaften haben, aber nur eine Substanz existiert, und diese Substanz ist physisch. Mentale Phänomene entstehen aus diesen physischen Prozessen, und daher wird diese Sichtweise als Nebenphänomen bezeichnet. Nach dieser Theorie sind der Geist und die damit verbundenen mentalen Aktivitäten lediglich Nebenprodukte der Aktivität des Gehirns.

Das Hauptproblem dieser Sichtweise ist jedoch, dass es schwierig wird, das Verhalten des Menschen zu erklären, wenn mentale Zustände keinen Einfluss auf den Körper haben. In diesem Zusammenhang werden die Theorien des Materialismus und des Behaviorismus als vorgeschlagene Lösungen präsentiert.

Materialismus und Behaviorismus

Im Materialismus ist der Geist nicht aus einer getrennten Substanz gebildet; vielmehr ist das Einzige, was existiert, die physische Materie. Der Behaviorismus, den der Philosoph Gilbert Ryle vertritt, ist nicht identisch mit dem in der Psychologie bekannten Behaviorismus. Ryle argumentierte 1949 gegen den Dualismus, dass die Dualisten einen kategorialen Fehler begangen haben; sie haben einen immateriellen Prozess den mentalen Zuständen zugeschrieben.

Ryles Behaviorismus besagt letztendlich, dass ein mentaler Zustand mit einer bestimmten Art von Verhalten verbunden ist. Dennoch gibt es einen einfachen Einwand gegen diese Sichtweise: Menschen zeigen auf einen identischen Reiz unterschiedliche Reaktionen. Daher bietet der Materialismus etwas weit über den Behaviorismus hinaus.

Theorie der Identität

Die Identitätstheorie entstand Ende der 1950er Jahre hauptsächlich durch U.T. Place und J.J.C. Smart. Nach dieser Theorie sind Geist und Gehirn tatsächlich dasselbe; daher sind mentale Zustände dieselben wie Gehirnzustände. Diese Sichtweise ist auch mit der modernen Neurowissenschaft in Einklang und versucht, eine Verbindung zwischen mentalen Zuständen und neuronaler Aktivität herzustellen.

Dennoch ist der wichtigste Einwand gegen diese Theorie das Problem der multiplen Realisierbarkeit. Nach dieser Sichtweise könnte ein mentaler Zustand durch verschiedene physische Strukturen realisiert werden, was neue Herausforderungen in der Philosophie des Geistes aufwirft.