Dr. Willow Jenkins, Kinderpsychiater, betont, dass Eltern in Gesprächen mit Jugendlichen weniger sprechen und mehr zuhören sollten. Er ist der Meinung, dass der Aufbau einer engen und vertrauensvollen Beziehung eine Veränderung der Gesprächsweise erfordert.
Herausforderungen bei der Erziehung von Jugendlichen
Die Jugendzeit kann die Beziehung zwischen Eltern und Kindern mit neuen Herausforderungen konfrontieren. Kinder, die einst liebevoll und bewundernd zu ihren Eltern aufblickten, können plötzlich in eine Phase eintreten, in der sie wenig Interesse daran haben, deren Worte zu hören. Zunehmende Streitereien, starke Stimmungsschwankungen und Veränderungen im Schlafmuster sowie der Wandel der Sprache und Begriffe, die von Jugendlichen verwendet werden, sind nur einige der Herausforderungen, mit denen Eltern in dieser Phase konfrontiert sind.
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Zuhören statt Reden
Jenkins sagte in einem Video auf der Social-Media-Plattform TikTok zu den Eltern, dass sie, wenn sie mehr sprechen, tatsächlich „eine Rede“ für ihr Jugendliches halten und kein Gespräch führen. Er betonte, dass in einem gesunden Gespräch der Jugendliche mehr sprechen sollte als die Eltern, damit sie verstehen können, was ihr Kind wirklich denkt. Sein Rat für bessere Gespräche ist, mit einer Frage zu beginnen und dann innezuhalten und wirklich zuzuhören.
Dieser Psychiater bezeichnete auch „mehr zuhören statt reden“ als eine der Eigenschaften erfolgreicher Eltern. Die Ruhe zu bewahren, wenn Probleme auftreten, und zu versuchen, elterliche Fehler zu korrigieren, sind ebenfalls weitere Zeichen für echten Erfolg in der Elternschaft.
Schaffung eines sicheren emotionalen Raums
Ein emotional sicherer Raum, der frei von Druck ist, hilft Jugendlichen, leichter über ihre Gefühle und Probleme zu sprechen. Fachleute empfehlen, dass Eltern offene und neutrale emotionale Fragen stellen, wie „Wie läuft es in letzter Zeit?“ oder „Wie fühlst du dich jetzt in der Schule, unter Freunden oder im Alltag?“
Lauren Young, Therapeutin und Mitglied der British Association for Counselling and Psychotherapy, betont ebenfalls, dass Eltern der Versuchung widerstehen sollten, sofort alle Probleme ihrer Jugendlichen zu lösen. Sie empfiehlt, die Gefühle der Jugendlichen anzuerkennen und ihnen zu danken, dass sie ihre Probleme mit den Eltern geteilt haben.
Dieses Verhalten zeigt dem Jugendlichen, dass die Eltern an seiner Seite stehen und seine Gefühle gültig sind. Debbie Keenan, Psychotherapeutin und Mitglied der British Association for Counselling and Psychotherapy, sagt, dass das Ziel nicht immer sein sollte, dass der Jugendliche sofort „seine Sorgen offenbart“, sondern dass er daran erinnert wird, dass er nicht allein ist und die Eltern eine verlässliche Präsenz in seinem Leben haben.
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