Forschung der Universität Bologna: Harte Oberflächen als Wärmequelle in Städten
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Forschung der Universität Bologna: Harte Oberflächen als Wärmequelle in Städten

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Die Forschung der Universität Bologna zeigt, dass harte und künstliche Oberflächen in Städten als Hauptursache für Temperaturunterschiede in Stadtteilen anerkannt werden. Diese Untersuchung wurde durchgeführt, indem Bologna in 200 mal 200 Meter große Abschnitte unterteilt und die Bodentemperatur, den Bau, die Baumdeckung und andere Faktoren gemessen wurden.

Einfluss harter Oberflächen auf die Temperatur

Die Forscher fanden heraus, dass der Anteil harter Oberflächen an der Erzeugung von Wärme in den verschiedenen Jahreszeiten kaum variiert. Genauer gesagt, wurde der Anteil dieses Faktors im Frühling auf 38,8 Prozent, im Sommer auf 37,7 Prozent, im Herbst auf 39,7 Prozent und im Winter auf 41,4 Prozent geschätzt. Gebiete mit hoher Gebäudedichte und undurchlässigen Oberflächen gehören stets zu den wärmsten Punkten, während Gebiete mit mehr Vegetation und weniger Bauarbeiten kühlere Temperaturen aufweisen.

Die Rolle der Vegetation und Bevölkerungsdichte

Die Baumdeckung wurde ebenfalls in dieser Studie berücksichtigt. Der Anteil der Baumdeckung betrug im Frühling 9,6 Prozent und im Sommer 11,5 Prozent, fiel jedoch im Winter auf 6,8 Prozent. Diese Veränderung steht im Zusammenhang mit der saisonalen Aktivität der Pflanzen. Die Bevölkerungsdichte hat ebenfalls einen Einfluss auf die Temperatur; der Anteil der Bevölkerungsdichte betrug im Frühling nur 5,5 Prozent, stieg jedoch im Sommer auf 19,6 Prozent und im Winter auf 35 Prozent.

Die Art der Landnutzung hat ebenfalls Einfluss auf die Wärme. Der Unterschied zwischen Wohn-, Industrie-, Gewerbe- und Grünflächen wird in den wärmeren Jahreszeiten bedeutender. Der Anteil des Unterschieds zwischen diesen Nutzungen reicht von 8,2 Prozent im Frühling bis zu 18,5 Prozent im Sommer und 20,3 Prozent im Herbst. Einfach ausgedrückt, wird der Unterschied zwischen den Nutzungen deutlicher, je wärmer das Wetter wird.

Die Forscher betonen, dass diese Studie nur die Bodentemperatur und nicht die Lufttemperatur untersucht hat. Daher sollten diese Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden. Das Hauptmuster zeigt, dass je höher der Anteil harter und künstlicher Oberflächen ist, desto länger bleibt die Wärme erhalten.

Städtische Konsequenzen

Die Schlussfolgerung dieser Forschung für die Stadtplanung ist, dass Strategien zur Bekämpfung der städtischen Hitze an das Stadtviertel und die Jahreszeit angepasst werden sollten. Im Sommer gewinnen Grünflächen und Bäume an Bedeutung, während im Winter die Wärme, die durch menschliche Aktivitäten erzeugt wird, eine größere Rolle spielt. Diese Forschung betont, dass kein einheitliches Konzept für alle Stadtteile und Jahreszeiten entwickelt werden sollte.

Quelle: sharghdaily.com