Forscher berichteten, dass bei etwa 66 Prozent der Lungenkrebspatienten erkennbare Mikroplastikpartikel in Proben von Flüssigkeit, die aus ihren Lungen entnommen wurden, gefunden wurden, im Vergleich zu 46 Prozent der Menschen ohne Lungenkrebs. Diese Ergebnisse zeigen eine besorgniserregende Verbindung zwischen Mikroplastik und Lungenkrebs auf.
Wichtige Forschungsergebnisse
Laut den Forschern haben Lungenkrebspatienten doppelt so häufig schwerere Belastungen mit Mikroplastik in ihren Lungen. Dr. Lias Dimas, ein Atemspezialist von der University College Dublin, sieht diese Ergebnisse als Hinweis darauf, dass inhalierbare Mikroplastikpartikel in den Lungen von Menschen häufiger vorkommen, als man denkt. Dimas erklärte auch, dass die Verringerung der Plastikverschmutzung Vorteile über die menschliche Gesundheit hinaus haben könnte.
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Forschungsmethoden und Studiendetails
In dieser Studie wählten die Forscher 100 Patienten aus, die sich einer Bronchoskopie zur Untersuchung von Lungensymptomen am Universitätskrankenhaus Larissa in Griechenland unterzogen. Die Bronchoskopie umfasst das Einführen eines dünnen flexiblen Schlauchs in die Lungen zur Untersuchung und Probenentnahme. Darüber hinaus wurden die Patienten einer Lungenspülung unterzogen, bei der eine Kochsalzlösung verwendet wird, um einen Teil der Lungen zu spülen.
Von den 100 Patienten erkrankten später 50 an Lungenkrebs. Die Analyse ergab, dass 70 Prozent der Patienten insgesamt erkennbare Mikroplastikpartikel in der Lungenspülflüssigkeit oder in Lungengewebeproben hatten. Eine größere Anzahl von Lungenkrebspatienten hatte erkennbare Mikroplastikpartikel in ihren Lungenspülproben und eine insgesamt höhere Mikroplastikbelastung im Vergleich zu Personen ohne Krebs.
Die Forscher fanden heraus, dass Personen mit schwereren Mikroplastikbelastungen doppelt so häufig Lungen-Tumoren ausgesetzt sind. Diese Studie zeigt, dass wir Mikroplastik durch die Luft einatmen und sie sich in unseren Lungen ansammeln.
Zukünftige Herausforderungen und weitere Forschung
Nach Angaben der Forscher sind weitere Studien erforderlich, um die potenzielle Rolle von Mikroplastik bei Lungenerkrankungen, einschließlich Krebs, vollständig zu verstehen. Die häufigsten Plastikarten, die in den Lungen gefunden werden, sind Polypropylen und Polyethylen, die in Alltagsprodukten verwendet werden.
Dimas betonte, dass diese Art von Studie nicht definitiv sagen kann, warum mehr Mikroplastik in den Proben von Lungenkrebspatienten gefunden wird. Dennoch könnten Mikroplastikpartikel eine Rolle bei Entzündungen oder anderen biologischen Prozessen spielen, die zu Erkrankungen wie Krebs führen können.
Diese Ergebnisse werfen wichtige Fragen für zukünftige Forschungen auf, und das Forschungsteam analysiert Proben von Patienten mit Lungenerkrankungen, um ein besseres Verständnis der Rolle von Mikroplastik bei der Entstehung von Lungennarben und dem Fortschreiten der Krankheit zu erlangen.
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