Die jüngsten Entwicklungen im Bab al-Mandab haben direkte Auswirkungen auf die Sicherheit Saudi-Arabiens, und die Ansarullah ist zu einem Druckmittel geworden. Der Vormarsch der Ansarullah in wichtigen Gebieten wie al-Mukha und Meyyun zeigt grundlegende Veränderungen in den regionalen Gleichgewichten, die sich nicht nur auf den Jemen beschränken.
Bab al-Mandab; ein neues Druckmittel in den Sicherheitsgleichungen
Bab al-Mandab, das als eine strategisch wichtige Route für die globale Schifffahrt anerkannt ist, hat sich derzeit zu einem Schlüssel- und Sensationspunkt in den Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und den USA entwickelt. Mit den fortgesetzten Bewegungen der Ansarullah in dieser Region, trotz der Aufrechterhaltung der Schifffahrtsrouten, hat die Abhängigkeit von neuen sicherheits- und politikbezogenen Überlegungen diese Meerenge zu einem Druckmittel in den regionalen Gleichungen gemacht.
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In diesem Zusammenhang ist die Haltung der USA besonders bemerkenswert. Washington hat auf die Bitte Saudi-Arabiens um einen direkten Angriff auf die Ansarullah lediglich mit Informationsunterstützung und Hilfe bei Zieloperationen reagiert und gleichzeitig die Kommunikationskanäle zu dieser Gruppe offen gehalten. Diese Haltung könnte aus Überlegungen resultieren, die zeigen, dass eine militärische Beseitigung dieser Gruppe teurer sein könnte als ihre Eindämmung.
Zusätzlicher Druck auf Saudi-Arabien
Saudi-Arabien sieht sich gleichzeitig mit Bedrohungen auf zwei lebenswichtigen maritimen Routen konfrontiert; einerseits Iran in der Straße von Hormuz und andererseits die Ansarullah im Bab al-Mandab. Der zusätzliche Druck, der aus Störungen der Öltransporte aus dem Roten Meer resultiert, hat die sicherheitspolitischen Herausforderungen für Riad verstärkt. Aus diesem Grund beschränkt sich die Angelegenheit nicht auf einen begrenzten und kontrollierbaren Angriff, sondern schränkt allmählich die strategischen Optionen Saudi-Arabiens ein.
Das trilaterale Abkommen in Mekka zwischen Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan hat sich als ernsthafte Prüfung zur Erhöhung der Sicherheitskapazitäten Riad und zur Verringerung der Abhängigkeit von Washington entwickelt. Saudi-Arabien muss in der Lage sein, einen unabhängigen regionalen Sicherheitsmechanismus zu schaffen und sich im Falle von Bedrohungen seiner lebenswichtigen Interessen darauf zu stützen.
Die Haltung der USA zeigt Saudi-Arabien, dass der Weg zu mehr sicherer Unabhängigkeit nicht kostenfrei sein wird. Übermäßiger Druck könnte das Gegenteil bewirken und Saudi-Arabien zu mehr Unabhängigkeit drängen. Unter diesen Umständen könnte die Stabilisierung des Einflusses der Ansarullah rund um Bab al-Mandab ein wichtiges Druckmittel im Bereich Handel und Energie für den Iran darstellen.
Wenn die Ansarullah ihren Einfluss in eine nachhaltige politische und verhandlungstechnische Position umwandeln kann, könnte dies über eine Veränderung des Machtgleichgewichts im Jemen hinausgehen und die Sicherheit des Roten Meeres zu einem multilateralen und regionalen Thema machen. In diesem Zusammenhang wird das Abkommen von Mekka seine erste ernsthafte Prüfung erleben, und Bab al-Mandab wird zum Prüfstein der Beziehungen zwischen den USA und Saudi-Arabien.
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