Patriotismus aus der Sicht von Hojjatoleslam Abdolhossein Yadollahi, Forscher der Stiftung für Islamische Studien der Provinz Kuds Razavi, ist eine moralische Tugend, die im Einklang mit Frömmigkeit und Gerechtigkeit stehen sollte. Yadollahi sagt, dass die Liebe zur Heimat und zum Land eine tief verwurzelte Natur des Menschen hat, aber dieses Gefühl sollte von blindem Fanatismus ferngehalten werden.
Unterschied zwischen Patriotismus und Fanatismus
Hojjatoleslam Yadollahi erklärt, dass die Grenze zwischen Patriotismus und vorislamischem Fanatismus sowohl in den religiösen Lehren als auch im prophetischen Lebensstil klar ist. Der heilige Koran betrachtet die Vertreibung aus der Heimat als eine der schwersten Pflichten, und der Prophet (s) spricht auch beim Verlassen von Mekka von der Liebe zu diesem Land. Dennoch ist Patriotismus nur dann lobenswert, wenn er nicht zu Fanatismus und Ungerechtigkeit führt.
Mehr lesen: Die Anwesenheit der Qomi im Feld erreichte die zweihundertste Nacht
Imam Zain al-Abidin (a) hat ebenfalls einen Maßstab zur Unterscheidung dieser beiden bereitgestellt und betont, dass Fanatismus das Streben nach Überlegenheit über andere bedeutet, während die Liebe zum Volk und Land an sich kein Makel ist. Daher sollte Patriotismus darauf abzielen, die Gesellschaft zu fördern und nicht Ungerechtigkeit und Unterdrückung zu fördern.
Verteidigung des Landes als religiöse Pflicht
Yadollahi verweist weiter auf die Bedeutung der Verteidigung des Landes im Islam und sagt, dass dieses Thema über eine politische Entscheidung oder kurzfristige Interessen hinausgeht. In der islamischen Logik ist die Verteidigung des Landes eine vielschichtige Pflicht, die auf tiefen moralischen und natürlichen Rechtsgrundlagen beruht. Der heilige Koran beschreibt den Dschihad als Widerstand gegen Unterdrückung und die Rückeroberung des natürlichen Wohnrechts.
Dieser Forscher betont auch, dass die Verteidigung des Landes nicht nur auf Interessen basieren sollte, sondern als moralische Verantwortung und religiöse Pflicht betrachtet werden muss. Das Sterben für den Schutz des Lebensraums und der Werte wird in den islamischen Überlieferungen als die höchsten spirituellen Stufen beschrieben.
Verbindung zwischen iranischer und islamischer Identität
Hojjatoleslam Yadollahi weist am Ende auf die bestehenden Herausforderungen zwischen der iranischen und islamischen Identität hin und sagt, dass diese beiden Identitäten nebeneinander stehen sollten und nicht in Konflikt zueinander. Nach den islamischen Lehren ist die Vielfalt der Völker und Sprachen nicht nur eine natürliche Angelegenheit, sondern trägt auch zum gegenseitigen Verständnis und zu zivilisatorischen Kooperationen bei.
Er betont, dass die iranische und islamische Identität als zwei komplementäre Elemente betrachtet werden sollten und jede Art von Konflikt zwischen ihnen eine künstliche Dichotomie ist. Die Kultur und Geschichte der Iraner sollten als Grundlage für das Wachstum und die Erhebung der islamischen Identität gesehen werden, und diese beiden sollten sich gegenseitig unterstützen, um eine erhabene Gesellschaft zu bilden.
Mehr lesen: Iranische Anti-Schiff-Raketen; eine Wende in der maritimen Macht · Der erste Tag von Rabi al-Thani wurde angekündigt: Ist eine neue Zeit für Hoffnung auf dem Weg?




