Die Betreuung von Kindern arbeitender Frauen ist zu einer ernsthaften Herausforderung geworden. Melika, eine etwa 35-jährige Frau, trägt die Verantwortung für den Lebensunterhalt ihrer Familie und kämpft gleichzeitig mit finanziellen Problemen und der Betreuung ihres Kindes. Sie sagt: „Ich fülle den Bauch meines Kindes mit Kartoffeln.“
Wirtschaftliche und soziale Herausforderungen
Arbeitende Frauen, insbesondere Arbeiterinnen und Geringverdienerinnen, stehen neben Einkommensproblemen vor einem weiteren Dilemma: dem Mangel an kostenlosen Kindergärten und den hohen Kosten für die Kinderbetreuung. Diese Situation wird insbesondere für alleinerziehende Frauen wie Melika, die gleichzeitig die Behandlungskosten ihres Ehemannes bezahlen muss, zu einer zusätzlichen Belastung. Sie klagt über die Ungewissheit, wie sie während der Arbeit für die Betreuung ihres Kindes sorgen soll, und sagt: „Ich habe niemanden, der auf mein Kind aufpassen kann, und ich kann mir die Kosten für den Kindergarten oder eine Nanny nicht leisten.“
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Folgen des fehlenden Zugangs zu Bildungsdiensten
Melika weist auch auf die negativen Auswirkungen dieser Situation auf die Bildung und Fähigkeiten ihres Kindes hin. Sie sagt, dass ihre Tochter aufgrund des Fehlens eines Kindergartens und mangelnder Übungsmöglichkeiten zu Hause in ihren sprachlichen Fähigkeiten hinter ihren Altersgenossen zurückbleibt. „Meine Tochter kann nicht zur Schule gehen und muss logopädisch behandelt werden“, dieser Satz von Melika zeigt die ernsthaften Herausforderungen, mit denen einkommensschwache Familien konfrontiert sind.
Mit steigenden Kosten hat Melika auch Schwierigkeiten, die Ausbildungskosten ihrer Tochter zu decken. Sie verweist auf die hohen Preise von öffentlichen und privaten Schulen und sagt, dass diese Kosten zusammen mit den steigenden Mieten zusätzlichen Druck auf ihre Familie ausüben. „Die öffentliche Schule verlangt 15 Millionen Toman Schulgeld für meine Tochter, und der Vermieter hat die Miete um 10 Millionen Toman erhöht“, das sind nur einige der Probleme, mit denen Melika zu kämpfen hat.
Soziale und wirtschaftliche Konsequenzen
Diese Situation hat nicht nur Auswirkungen auf Melikas persönliches Leben, sondern wirkt sich auch als gesellschaftliches Problem auf die Beschäftigung von Frauen, die Bildung von Kindern und sogar die Ernährung von Familien aus. Melika sagt, dass aufgrund steigender Kosten proteinreiche Lebensmittel aus ihrem Konsumverhalten gestrichen wurden und sie selten Fleisch kaufen kann. „An den meisten Abenden fülle ich den Bauch meines Kindes mit Kartoffeln“, dieser Satz spiegelt die bitteren Realitäten wider, mit denen viele arbeitende Frauen konfrontiert sind.
Angesichts dieser Umstände stellen sich Fragen: Wenn eine Familie Schwierigkeiten hat, die grundlegenden Lebenshaltungskosten zu decken, woher sollen dann die Kosten für Bildung und Kinderbetreuung kommen? Diese Frage ist nicht nur für Melika, sondern für viele alleinerziehende Frauen in der iranischen Gesellschaft von Bedeutung.
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