Das Gehirn der Mutter erfährt während der Schwangerschaft erhebliche Veränderungen, die zu einer Umstrukturierung seiner Struktur und Funktion führen. Diese Veränderungen sind so, dass Forscher sie mithilfe von Gehirnbildgebung beobachten können.
Veränderungen des Gehirns während der Schwangerschaft
Die Schwangerschaft bringt nicht nur äußere Veränderungen wie Gewichtszunahme und Veränderungen der Bauchgröße mit sich. In dieser Zeit sieht sich das Gehirn auch tiefgreifenden Veränderungen gegenüber. Studien zeigen, dass das Volumen der grauen Substanz und die Dicke der Hirnrinde in vielen Bereichen abnehmen, während die Eigenschaften der weißen Substanz zunehmen. Mit anderen Worten, das Gehirn wird „neu organisiert“, anstatt „weniger“ zu werden.
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Die graue Substanz umfasst Nervenzellen und deren Verbindungen. Eine Verringerung des Volumens der grauen Substanz bedeutet nicht, dass das Gehirn geschädigt ist; vielmehr treten diese Veränderungen aufgrund des Anstiegs der Schwangerschaftshormone, insbesondere Estradiol und Progesteron, auf.
Nervöse Flexibilität und Anpassungsfähigkeit des Gehirns
Das Konzept der „neuronalen Plastizität“ bezieht sich auf die Fähigkeit des Gehirns, seine Struktur und Funktion als Reaktion auf neue Bedingungen zu verändern. Während der Schwangerschaft verändert sich das Gehirn der Mutter aktiv, um sich auf die Geburt und die Pflege des Neugeborenen vorzubereiten. In diesem Prozess werden einige Verbindungen gestärkt und andere verändert. Diese Veränderungen sind vergleichbar mit dem Beschneiden eines Baumes; das heißt, überflüssige Äste werden entfernt, damit die Hauptäste besser wachsen können.
Während das Volumen der grauen Substanz abnimmt, nimmt die mikrostrukturelle Integrität der weißen Substanz zu. Die weiße Substanz fungiert als Netzwerk von Kommunikationswegen zwischen verschiedenen Teilen des Gehirns. Daher beschränkt sich das Gesamtbild nicht nur auf eine „Verringerung“, sondern wir beobachten vielfältige Veränderungen in verschiedenen Bereichen des Gehirns.
Nach der Geburt kehren das Volumen der grauen Substanz und die Dicke der Hirnrinde allmählich in ihren vorherigen Zustand zurück. Dies zeigt, dass das Gehirn während der Schwangerschaft keinen festen Zustand hat und sich dynamisch verändert und anpasst.
Einflüsse auf die kognitiven Fähigkeiten
Die strukturellen Veränderungen im Gehirn der Mutter während der Schwangerschaft sind noch nicht vollständig verstanden. Diese Veränderungen können Teil der Anpassung des Gehirns an die neue Lebensphase sein, aber es kann nicht einfach daraus geschlossen werden, dass sich die kognitiven Fähigkeiten der Mutter verändert haben. Einige frühere Studien haben gezeigt, dass Veränderungen in den Bereichen, die mit sozialer Verarbeitung und dem Verständnis anderer verbunden sind, nach der Schwangerschaft sichtbar sind.
Vergesslichkeit oder Ablenkungen, die während der Schwangerschaft häufig auftreten, können ebenfalls nicht einfach auf die Verringerung der grauen Substanz zurückgeführt werden. Das Gehirn der Mutter ist unter dem Einfluss hormoneller Veränderungen und neuer Lebensbedürfnisse dabei, sich neu zu strukturieren und umzugestalten. Daher ist es besser zu sagen, dass das Gehirn sich während der Schwangerschaft auf ein neues Leben vorbereitet, anstatt zu behaupten, dass „das Gehirn der Mutter kleiner wird“.
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