Saudi-Arabien hat das Treffen der Außenminister der Anrainerstaaten des Golfes, das die omanische Initiative zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus behandeln sollte, verschoben. Diese Entscheidung wurde getroffen, während Iran und Oman nach wochenlangen Verhandlungen eine Einigung über die Sicherstellung und Regelung der Schifffahrtsrouten erzielt hatten.
Sicherheits- und politische Entwicklungen im Golf
Dieses Treffen, das am Montag stattfinden sollte, wurde als Gelegenheit zur Stärkung der regionalen Zusammenarbeit und zur Bewältigung von Sicherheitskrisen angesehen. Dennoch erklärte Mohammad Ali Bak, Generaldirektor des Golfes im iranischen Außenministerium, dass die Verschiebung dieses Treffens auf Wunsch einiger Länder der Region und durch eine gemeinsame Entscheidung von Iran und Oman erfolgt sei. Ismail Baqai, Sprecher des Außenministeriums, betonte ebenfalls, dass Saudi-Arabien darum gebeten habe, dass dieses Treffen vorerst nicht stattfindet.
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Die Verschiebung dieses Treffens erfolgt in einem Kontext, in dem der diskutierte Plan das Ergebnis wochenlanger diplomatischer Bemühungen zwischen Teheran und Maskat war und ein Zeichen für die Bemühungen der Länder der Region darstellen könnte, eine unabhängigere Rolle bei der Bewältigung der umgebenden Krisen zu spielen. Die Straße von Hormus ist in den letzten Monaten zu einem Brennpunkt sicherheitspolitischer Konflikte geworden.
Saudi-Arabiens Bedenken hinsichtlich Irans Präsenz
Saudi-Arabien hat das Gefühl, dass Teheran über mehr Einfluss und Initiative verfügt, und diese Wahrnehmung könnte die Sensibilität Riad gegenüber jeder regionalen Initiative mit iranischer Beteiligung erhöhen. Gleichzeitig haben die Entwicklungen im Jemen und die Angriffe auf die Öl-Infrastruktur dieses Landes ebenfalls die sicherheitspolitischen und politischen Überlegungen Riad beeinflusst.
Darüber hinaus haben die jüngsten Bemühungen der USA, die Teilnahme von Mohammad Eslami, dem Präsidenten der iranischen Atomenergiebehörde, an der Generalversammlung der Internationalen Atomenergie-Organisation zu verhindern, die Bedenken Saudi-Arabiens verstärkt. Diese Maßnahmen zeigen Washingtons Bestreben, den Fokus der Gespräche von der Hormus-Frage auf das iranische Atomprogramm zu verlagern.
Prognose für die Zukunft des Treffens und der regionalen Diplomatie
Während die Verhandlungen zwischen Teheran und Maskat in eine kritische Phase eingetreten sind, scheinen die Länder der Region, insbesondere Saudi-Arabien und die USA, bestrebt zu sein, die Entstehung jeglicher regionaler Initiative, an der Iran aktiv beteiligt ist, zu verhindern. Diese Bedenken werden geäußert, während einige Quellen von Omans Bemühungen berichten, einen rechtlichen Rahmen für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu schaffen.
Angesichts der bestehenden politischen und sicherheitspolitischen Komplexitäten scheint es, dass solange das politische und sicherheitspolitische Gleichgewicht nicht zugunsten Saudi-Arabiens und der USA kippt, diese Länder jede iranische Initiative in der Region verhindern werden. Aus diesem Grund bleibt die Zukunft der Treffen und diplomatischen Beratungen in diesem Bereich weiterhin unklar.
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